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Dieses Shanghai Rezept habe ich von einer alten runzeligen Chinesin auf einem Tripp nach Shangai bekommen. Da sie keine Kinder hat, musste ich ihr versprechen, das Huhn nach Shanghai Art Rezept, wie es bei ihr zu Hause gekocht wurde, zu veröffentlichen. Dies tue ich hiermit und komme also meiner Pflicht nach.

Das Huhn nach Shangai Art gehört ebenfalls zu den absoluten Klassikern und gehört in die chinesische Küche wie das Weihwasser in die Kirche.

Huhn Shanghai Art Rezept

Zutaten für 4 Personen:

  • 500g Hühnerbrustfilet
  • 1 Eiweiß
  • 1 TL Speisestärke
  • Salz
  • 4-5 EL Öl
  • 1-2 Chilischoten, fein gehackt
  • 1 kleines Stück Ingwer, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 80g Bambussprossen, in feine Streifen geschnitten
  • 120g Möhren, in feine Streifen geschnitten
  • 5-6 Wasserkastanien (Chestnut) aus der Dose, in Scheiben geschnitten
  • 120g Zuckerschoten, schräg halbiert

Shanghai Sauce Rezept:

  • 2 EL Hoisin Sauce, in asiatischen Geschäften erhältlich
  • Pfeffer
  • 2 EL Reiswein
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL dunkles Sesamöl

Das Hühnchen wird in mundgerechte Scheiben geschnitten und mit Eiweiß, Salz und Stärkemehl vermischt. Die Zutaten für die Sauce werden in einer Schale verrührt und beiseite gestellt.

Im Wok wird das Öl erhitzt und das Hähnchenfleisch von allen Seiten schön knusprig angebraten. Man kann es jetzt entweder nach oben an den Wokrand schieben oder herausnehmen. In dem verbliebenen Öl werden nun die Gemüse mit Knoblauch und Ingwer gebraten, bis sie gar sind und noch einen schönen Biss haben.

Das Hühnchen kommt nun einfach wieder in die Wokmitte und man schwenkt alles gut durch, bevor man die Sauce angießt und das Gericht noch einmal kurz im heißen Wok „durchrührt“. Mit „rühren“ ist hier das vorsichtige Unterheben gemeint, erfahrene Wok-Köche schwenken dazu einfach den Wok mit einer geschickten Bewegung über dem Feuer.
Das Hühnchen nach Shanghai Art ist schnell fertig und wird mit Reis serviert.

Fish süß sauer, diesen Klassiker aus dem China-Restaurant kennt wohl jeder. Über die Inhaltsstoffe der typischen süß-sauren Sauce werden die abenteuerlichsten Vermutungen angestellt, wie man in zahlreichen Rezepten lesen kann. Dabei ist das Geheimnis des Fish süß sauer Rezept ganz simpel und die Zutaten so banal, dass sich manch ambitionierter Koch einfach nicht traut, dies offen auszusprechen. Dieses Rezept hier schmeckt jedenfalls ganz genau so, wie im China-Imbiss, versprochen.

Fish süß sauer Rezept

Zutaten für 4 Personen:

  • Ca. 600g Seelachsfilet
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Paprikaschote
  • 1 Möhre
  • 1 Zwiebel
  • ½ Dose Ananas-Stücke
  • Öl zum Ausbacken

Ausbackteig Fisch in süß sauerer Soße:

  • 1 Eiweiß (Größe L)
  • 150g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 30g Speisestärke
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 6 EL Öl
  • 200ml Wasser

Rezept Süß-saure Sauce für den Fisch:

  • 6 EL Tomatenketchup
  • 3-4 EL Reisessig
  • 5 EL Zucker
  • 2ooml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Speisestärke

Bereiten sie zunächst den Ausbackteig zu. Dazu werden Mehl, Backpulver und Stärke in eine Schüssel gegeben und mit dem geschlagenen Eiweiß, Salz, Öl und Wasser zu einem dickflüssigen Teig verarbeitet. Den Teig lässt man abgedeckt 30 Minuten ruhen.

In der Zwischenzeit schneidet man die Zwiebel, die Paprikaschote und die Möhre in mundgerechte Stücke. Der Fisch wird gewürfelt und mit 1 EL Speisestärke vermischt.

In einem Topf wird jetzt die Sauce zubereitet. Dazu verrührt man alle Zutaten kalt miteinander und lässt sie kurz kochen. Die Sauce wird nun abgeschmeckt bevor man die Gemüse und die Ananas hinzu gibt. Sie wird bis zum Servieren warm gehalten.

Im Wok wird nun das Öl zum Ausbacken erhitzt. Dazu eignet sich ein hitzebeständiges, neutrales Öl wie zum Beispiel Erdnussöl oder Sonnenblumenöl. Der Wok sollte so hoch mit Öl gefüllt sein, dass die Fischstücke darin schwimmen können.

Zuerst wird aber das Gemüse im heißen Fett einige Minuten gebraten und wieder heraus genommen. Man kann es auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen.

Die Fischwürfel werden durch den Ausbackteig gezogen und schwimmend im heißen Öl goldgelb gebacken. Je nach Größe des Woks passen nicht alle Stücke gleichzeitig hinein, dann backt man sie in mehreren Portionen und legt die fertigen Fischstücke auf das Gitter, das bei den meisten Woks mitgeliefert wird und welches man am Wokrand befestigen kann. Alternativ kann man sie auch im Backofen bei 80 Grad warmhalten.

Wenn alle Fischwürfel ausgebacken sind serviert man sie mit der Sauce und natürlich mit Reis.

Chop Suey Rezept

Chop Suey gehörte als Kind nicht zu meinen favorisierten Gerichten. Ich habe Lieber ein 8 Kostbarkeiten Gericht gegessen. Später wurde das dann ganz anderes: ein leichtes Essen mit viel Gemüse wurde plötzlich viel wichtiger. Daher darf das Chop Suey Rezept natürlich nicht fehlen.

Chop Suey Rezept

  • 5EL Öl
  • 500g Schweinefilet (alternativ Pute oder Hühnerbrust)
  • 5 getrocknete Shiitake Pilze, mind. 1 Stunde in Wasser eingeweicht
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Hand voll grob gehackter Weißkohl
  • 1 Hand voll frische Mungobohnensprossen (werden auch Sojasprossen genannt)
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL fein gehackter Ingwer
  • 2 TL Sambal-Paste
  • 1 TL Zucker
  • 4 EL helle Sojasauce
  • 2 EL Reiswein
  • einige Tropfen dunkles Sesamöl

Bevor es los geht, werden erst einmal die Gemüse vorbereitet. Denn ist der Wok einmal heiß, bleibt dazu keine Zeit mehr.

Die Zwiebel wird nicht zu fein gehackt, die Pilze werden gewaschen und in Streifen geschnitten. Die Möhre wird in feine Streifen geschnitten und der Weißkohl sollte nur soweit gehackt werden, dass die Kohlstücke in etwas so groß sind wie die Fleischstücke.

Die Sprossen werden nur unter kaltem Wasser gut gewaschen.

Das Fleisch wird in mundgerechte Scheibchen geschnitten.

Jetzt wird der Wok auf höchster Flamme erhitzt und das Fleisch wird im Öl von allen Seiten kurz scharf angebraten. Denken sie daran, Schweinefilet wird trocken, wenn es zu lange gart. Schieben sie das Fleisch nun am Rand des Woks nach oben und braten sie in der Mitte die Zwiebeln, die Möhren und den Weißkohl an, bis sie das Gefühl haben, dass das Gemüse gar aber noch knackig ist. Das gelingt nur, wenn der Wok richtig schön heiß ist. Geben sie nun den Knoblauch, den Ingwer, die Sambal-Paste und den Zucker hinzu und braten sie diese kurz mit, bevor sie das Fleisch wieder in die Mitte schieben und alles zusammen mit den Sprossen gut durchrühren. Das Chop Suey wird jetzt mit Sojasauce und Reiswein gewürzt und mit etwas dunklem Sesamöl beträufelt serviert.

Ein weiterer klassiker der chinesischen Küche ist Sichuan Rinder-Ragout. Dieses Rezept ist ebenfalls aus keinem Restaurant wegzudenken und ist einfach zu machen, auch wenn man ein bisschen mehr Zeit benötigt. Das Rinder Ragout gehört wohl eines der bekanntesten Sichuan Rezepte und wird daher hier ausführlich vorgestellt.

Sichuan Rezept Rinderragout

Zutaten für 4 Personen:

  • 1kg Rindergulasch
  • 1 Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Frühlinszwiebeln
  • 1 Walnussgroßes Stück Ingwer
  • 4 Sternanis
  • 1 TL roter Szechuan Pfeffer, zerstoßen
  • Salz
  • 5 EL Öl
  • 2 EL scharfe Bohnenpaste
  • 8 EL Sojasauce
  • 4 EL Reiswein
  • evtl. 1 gestrichener TL Speisestärke
  • einige Tropfen dunkles Sesamöl

Für das Rinder-Ragout nach Sichuan-Art hackt man zunächst Zwiebel, Ingwer und Knoblauch. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.

Das Fleisch wird im Wok zusammen mit den Zwiebeln in Öl scharf angebraten. Dann kommen Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Salz, Sternanis und Szechuan Pfeffer hinzu und das Fleisch wird mit Wasser abgelöscht, bis es ungefähr 4-5 cm hoch bedeckt ist. Mit dem Salz sollten sie sparsam umgehen, da später Sojasauce hinzukommt, die ebenfalls sehr salzig ist. Lassen sie das Fleisch zugedeckt auf kleiner Flamme ca. 1 Stunde köcheln.

Nun kommen die Sojasauce, die Bohnenpaste und der Reiswein hinzu und man lässt alles eine weitere Stunde garen, bis das Fleisch sehr weich ist. Die Sternanis werden entfernt und wer mag, kann die Sauce mit in etwas kaltem Wasser angerührter Speisestärke binden. Vor dem Servieren wird das Rinder-Ragout mit etwas dunklem Sesamöl beträufelt.

Zu diesem Gericht werden traditionell dicke, chinesische Eier- Nudeln serviert.

Huhn mit 8 Kostbarkeiten

Acht Kostbarkeiten, ja da erinnere ich mich noch sehr gut dran. Sonntags in die Stadt zum Chinesen gefahren, auf meiner Wunschliste standen die acht Kostbarkeiten immer ganz weit oben. Da werde ich ganz nostalgisch. Neulich war ich mit meiner Mutter noch mal da, es war immer noch ganz vorzüglich auch wenn die Einrichtung mittlerweile ordentlich aufgepeppt wurde. Dieses 8 Kostbarkeiten Rezept ist ein absolutes Muss für jeden, der einmal chinesisch kochen möchte.

Zutaten für 4 Personen:

  • 400g Hühnerbrustfilet
  • 1 EL Speisestärke
  • 5 EL geschmacksneutrales Öl
  • 1 EL Sambal Oelek
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • ½ rote Paprikaschote
  • ½ grüne Paprikaschote
  • 5 getrocknete Shiitake-Pilze, 1Std. in Wasser eingeweicht
  • 50g Bambussprossen aus dem Glas
  • 1 Hand voll Mungobohnensprossen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4-5 EL Sojasauce
  • 4 EL Reiswein
  • 1 EL Zucker
  • 100ml Hühnerbrühe oder Wasser
  • Pfeffer
  • 2 EL geröstete Erdnüsse
  • einige Tropfen dunkles Sesamöl

Die Gemüse sind in diesem Rezept die 8 Kostbarkeiten. Man kann sie im Prinzip ganz nach eigenem Geschmack zusammenstellen, nur 8 Sorten sollen es schon sein. Es sei denn, sie nennen das Gericht einfach Hühnchen mit 7,6 oder gar 5 Kostbarkeiten!

Die eingeweichten Pilze werden zunächst gewaschen und in Streifen geschnitten, die Paprika und Frühlingszwiebeln werden ebenfalls gesäubert, geputzt und in dekorative, mundgerechte Stücke geschnitten. Ingwer und Knoblauch werden geschält und fein gehackt.

Das Hühnerfleisch wird gewürfelt und vor dem Braten mit dem Stärkemehl vermischt, es wird dadurch knuspriger und bleibt innen schön saftig.

Erhitzen sie das Öl im Wok und braten sie das Hühnerfleisch unter Wenden schön kross an. Je nach dem, wie groß ihr Wok ist, können sie es einfach im Wok nach oben an den Rand schieben oder aber mit einer Schöpfkelle aus dem Fett nehmen und beiseite legen. Paprika, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer werden ebenfalls kurz in dem verbliebenen Fett gebraten, bevor sie das Sambal Oelek hinzugeben.

Die Pilze, Bambussprossen und Mungobohnensprossen kommen jetzt zusammen mit dem Fleisch wieder in die Mitte des Woks. Schwenken sie alles auf heißer Flamme kurz durch. Die Gemüse sollten gar werden aber noch einen schönen Biss haben.

Nun wird nur noch mit Brühe abgelöscht und mit Sojasauce, Reiswein, Zucker und Pfeffer abgeschmeckt. Lassen sie die Sauce kurz aufkochen, sie dickt durch die Speisestärke etwas an. Streuen sie anschließend die Nüsse über das Gericht und beträufeln sie es mit wenigen Tropfen Sesamöl. Dazu passt natürlich Reis.

Dieses Gericht ist etwas für absolute Koch-Anfänger und schnell gemacht. Auberginen und indische Gewürze, das ist eine nahezu perfekte Kombination. Hier finden Sie weitere indische Rezepte

Dieses Rezepte ist übrigens für vier Personen ausgelegt.

Auberginen Curry mit Kartoffeln

  • 3 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 1 TL Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 6 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
  • 3 Auberginen
  • 500ml pürierte Tomaten
  • 1 TL Garam Masala
  • 2-3 TL indisches Curry
  • Salz
  • 2 EL Kokoscreme oder 100ml Kokosmilch

Die Kartoffeln werden geschält und in Würfel geschnitten. Die Auberginen werden ebenfalls gewürfelt, aber natürlich nicht geschält. Wenn Zwiebel, Ingwer, Chili und Knoblauch schon gehackt sind, ist die Vorbereitung auch schon abgeschlossen und es geht los. Wer zu diesem Gericht Reis essen möchte, sollte ihn jetzt spätestens aufsetzen, das Curry ist nämlich in weniger als 20 Minuten fertig.

Zuerst wird das Ghee im Wok erhitzt und die Zwiebeln darin angebraten. Jetzt kommen die Kartoffelwürfel hinzu. Schön ist, wenn sie ein paar braune Stellen bekommen, das tut dem Geschmack nur gut. Unter ständigem Rühren werden Ingwer und Knoblauch kurz angeröstet. Die Packung mit den pürierten Tomaten sollte jetzt griffbereit und schon geöffnet neben dem Herd stehen. Wenn Sie die Gewürze nämlich ins heiße Fett geben und dann erst die Schere suchen müssen, verbrennt alles und das Essen taugt höchstens noch für den Mülleimer. Vorbereitung ist ohnehin das A und O der asiatischen Kochkunst.

Sie geben also nun das Garam Masala und das Curry in den Wok, rühren alles kurz durch und löschen das ganze sofort mit den Tomaten ab. Die Gewürze entwickeln durch das kurze Anrösten erst ihr Aroma, da sie aber schon gemahlen sind, darf dies wirklich nur ganz kurz geschehen.

Jetzt können Sie sich entspannen. Sie müssen nur noch die Auberginenwürfel hinzugeben, salzen, den Deckel auf den Wok legen und das ganze ca. 8- 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Die Garzeit hängt natürlich davon ab, wie groß Sie die Würfel geschnitten haben.

Die Auberginen und Kartoffeln sollten gar sein, aber bitte nicht matschig. Es liegt in der Natur der Sache, dass Auberginen beim Kochen weich werden, aber die Stücke sollten schon noch zu erkennen sein.
Zum Schluss geben Sie noch die Kokospaste hinzu und rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Idealer Weise hat das Curry nun eine cremige Konsistenz.

Chinesische Bratnudeln sind wohl der Klassiker in jedem China-Imbiss und man kann sie auch ganz leicht selbst zubereiten.

Die vollständige Liste aller Rezepte für gebratene Nudeln.

Im Prinzip lassen sich hier gebratene Nudeln chinesische Art allerlei Reste verwerten. Übrig gebliebene Nudeln, Gemüse, gebratenes Fleisch, Eier… Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und man hat schnell ein leckeres Gericht auf dem Tisch.

chinesische gebratene Nudeln Rezept:

  • 400g chinesische Eiernudeln oder Bandnudeln
  • 1-2 Möhren
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Pak Choi oder einige Blätter Mangold
  • 150g Mungobohnensprossen
  • 250g Hühnerbrustfilet, dünn geschnitten
  • 5-8 EL Erdnussöl
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL Sambalpaste
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5-Gewürzepulver aus dem Asiashop
  • Sesamöl

Während man das Gemüse vorbereitet, kocht man am besten schon einmal die Nudeln. Wie man Nudeln kocht, muss an dieser Stelle wohl nicht erläutert werden, ein Blick auf die Packung kann aber nicht schaden. Da sind nur chinesische Schriftzeichen zu sehen? Dann heißt es Vorsicht, diese Nudeln sind oft sehr schnell gar.
Die Gemüse sollten sehr fein geschnitten werden, besonders die Möhren, da sie sonst nicht gar werden.
Zuerst erhitzt man das Öl im Wok und brät das Fleisch gut an. Bei diesem Gericht werden die Möglichkeiten des Wok-Kochens so richtig ausgeschöpft. Das Fleisch wird jetzt nämlich einfach an den Rand nach oben geschoben, wo die Hitze geringer ist. In die Mitte kommen nun die Möhren und werden eine Weile gebraten. Dann kommen die restlichen Gemüse und der Knoblauch hinzu und man brät das ganze unter ständigem Rühren gut durch. Jetzt wird das Fleisch untergemischt und die Sambalpaste.

Die gegarten und abgetropften Nudeln werden nun unter ständigem Rühren hinzugegeben, und da das Rezept gebratene Nudeln heißt, sollte man ihnen auch ein wenig Zeit dazu lassen. Am Ende kommen die Gewürze hinzu. Das fertige Gericht sollte eine feuchte, ölige Beschaffenheit haben und schön würzig schmecken. Das Sesamöl wird erst bei Tisch über den Teller geträufelt, je nach Geschmack kann jeder noch mit etwas Sambalpaste und Sojasauce nachwürzen.

Die sogenannte Pho ist die Nationalsuppe Vietnams. Sie wird meistens mit Rindfleisch zubereitet. Als ich einmal keine Lust auf Fleisch hatte, habe ich mir diese Variante ausgedacht und war von dem Ergebnis so angetan, dass die Suppe jetzt öfter auf den Tisch kommt. Das folgende Rezept für eine vietnamesische Gemüsesuppe ist für vier Personen ausgelegt:

vietnamesische Gemüsesuppe: Brühe

  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Vietnamesische Fischsauce
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 1 EL Ingwer, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 2-3 Sternanis
  • 1 TL Koriandersamen
  • 100g Sellerieknolle
  • 1 Möhre
  • 1 Lauchstange
  • 1 Liter Wasser
  • 1 TL Salz

Dies ist die Grundlage für die Suppe. Man kann sie schon am Vortag zubereiten. Die Gemüse werden klein geschnitten und alles wird zusammen in einem großen Topf erhitzt und mindestens 1 Stunde auf kleiner Flamme gekocht. Dann durch ein Sieb schütten und fertig ist die herrliche Suppengrundlage, die nichts mit einem Brühwürfel gemeinsam hat.

vegetarische Vietnamesische Gemüsesuppe: Suppe

  • 1Möhre
  • 1 kleine Dose Lotuswurzeln
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 200g Chinakohl
  • 150g Champignons
  • 100g Mungobohnenkeimlinge
  • 5 getrocknete Shiitakepilze, eingeweicht
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200g Reisnudeln oder Eiernudeln

Vietnamesische Gemüsesuppe Gewürze:

  • 3 EL dunkle Sojasauce
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer frisch gemahlen
  • dunkles Sesamöl

Die Gemüse müssen alle geputzt und in dekorative, mundgerechte Stücke geschnitten werden. Seien Sie hier ruhig kreativ und denken Sie daran, was für Kunstwerke die Asiaten aus Gemüse schnitzen. Die Lotuswurzeln sehen besonders schön aus, wenn man sie in Scheiben schneidet. Der Rest geht jetzt schnell und ist kinderleicht. Die Brühe wird erhitzt und die Zutaten werden nacheinander zugegeben. Für jede Gemüsesorte können Sie eine knappe Minute Garzeit einplanen. Zuerst also die Möhren und Knoblauch hinein geben, eine Minute warten, dann Nudeln, Shiitakepilze und Kohl, wieder eine Minute kochen und so weiter fortfahren mit Lotuswurzeln und Frühlingszwiebeln, Champignons und zuletzt den Bohnenkeimlingen. In Vietnam gehören in eine Suppe Glasnudeln oder Reisnudeln. Wenn Sie diese verwenden, müssen Sie nach der Garzeit auf der Packung schauen, diese variiert je nach Dicke und Art der Nudeln. Am Ende wird mit den Gewürzen abgeschmeckt und Sie sollten probieren, ob die Nudeln gar sind. Mit einigen Tropfen Sesamöl pro Portion servieren.

Dies ist ein klassisches und leckeres Massaman Curry Rezept. Man kann entweder eine fertige Massaman Curry Paste kaufen oder selber eine herstellen: Massaman Curry Paste Rezept

Massman Curry Rezept mit Ananas und Huhn: Zutaten für 4 Personen

  • 500g Hühnerbrustfilet
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • ca. 3 EL Massam Curry-Paste
  • 400ml Kokosmilch oder saure Sahne
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 4 mittelgroße, festkochende Kartoffeln oder 1-2 Süßkartoffeln
  • 200g frische Ananas, gewürfelt
  • ½ Bund frischer Koriander oder glatte Petersilie
  • 50g geröstete Erdnüsse
  • Salz
  • einige Spritzer Fischsauce
  • geschmacksneutrales Pflanzenöl

Zunächst einmal sei gesagt, dass man dieses Rezept beliebig variieren kann. Original ist es sicher mit den Süßkartoffeln, aber auch mit normalen Kartoffeln schmeckt es sehr gut. Als wir einmal keine Kokosmilch bekommen konnten, habe ich das Rezept mit saurer Sahne gemacht und es hat mir fast noch besser geschmeckt. Mit der Fischsauce ist es so eine Sache, hier gilt, ausprobieren! Das Gleiche gilt für den Koriander, der einen ganz speziellen Geschmack hat. Manche lieben ihn, manche sagen er schmecke wie Seife.

Das Hühnerfleisch wird in mundgerechte Stücke geschnitten und im Wok in Öl kross angebraten. Dann kommen die gewürfelten Kartoffeln hinzu und werden ebenfalls etwas gebraten. Nun wird die Kokosmilch angegossen, etwas Salz hinzugefügt und alles erst einmal zugedeckt ca. 5-10 Minuten geschmort, bis die Kartoffeln und das Fleisch gar sind.

Jetzt kommt das Entscheidende, die Massaman Currypaste. 2-3 EL sind eine gute Menge, wer sonst aber nicht so scharf isst, sollte sich langsam herantasten. Mehr geht später immer. Die Paste wird gut untergerührt. Ananas, Frühlingszwiebeln, Zucker, Zitronensaft und Kokosmilch oder saure Sahne kommen jetzt hinzu und man lässt das ganze noch einmal wenige Minuten offen köcheln, bis sich alles gut verbunden hat und die einzelnen Zutaten gar sind.

Zum Schluss wird das Curry abgeschmeckt. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie die Fischsauce verwenden wollen, wer daran riecht weiß meistens sofort ob dieser Geruch interessant ist oder nicht! Ein paar Spritzer genügen aber auf jeden Fall. Erst zum Schluss werden Koriander oder Petersilie untergehoben und die Erdnüsse dekorativ darüber gestreut.

Massaman Curry Paste

Massaman Curry Paste ist ein echter Klassiker der Thai-Küche. Es gibt sie in unendlichen Variationen, wahrscheinlich hat fast jede Hausfrau in Thailand ihr eigenes Rezept. Fünf Chilischoten sollten es für ein gutes Massaman Curry Paste Rezept schon sein. Nach oben hin sind die Grenzen natürlich offen!

Zutaten:

  • 5-7 rote Chilischoten
  • 3 kleine Schalotten, fein gehackt
  • 1 Stange frisches Zitronengras
  • 1 EL frischer Ingwer, gehackt
  • 5 grüne Kardamomkapseln
  • 3-4 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2TL Korianderkörner
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • ½ TL Muskatnuss gemahlen
  • ½ kleine Zimtstange
  • 3 Gewürznelken
  • 1TL Thailändische Garnelenpaste

Zubereitung Massaman Curry Paste:

Zunächst müssen die Chilischoten halbiert und entkernt werden. Wer es besonders scharf mag, kann die Kerne auch mit verwenden, aber Vorsicht, dann wird es ziemlich hot! Wer empfindlich ist, sollte sich für diese Arbeit Gummihandschuhe anziehen, sonst brennen die Hände und wenn man dann noch versehentlich ins Auge fasst….

Die Kardamomkapseln müssen mit einem kleinen Messer aufgeschnitten und die Samenkörner heraus gelöst werden. Nur sie kommen in die Paste, die Hülsen sind minderwertig und haben in einem guten Curry nichts zu suchen.

Dann werden die trockenen Gewürze angeröstet. Dazu wird der Wok ohne Fett auf dem Herd erhitzt. Man gibt nun Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander, Zimt und Nelken hinein und röstet die Gewürze unter Rühren an, bis ein warmer, wohliger Duft in die Nase steigt und die Nachbarn vor der Tür stehen, weil es im ganzen Hausflur riecht wie auf einem orientalischen Basar.

Die gemahlenen Gewürze werden nicht geröstet, sie würden zu schnell verbrennen.

Um die Massaman Curry Paste fertig zu stellen, gibt man jetzt alle Zutaten in den Mixer oder in die Küchenmaschine. Je nach Gerät kann es schwierig sein, die trockenen Gewürze fein zu vermahlen. Deswegen ist es ratsam, diese zuerst hinein zu geben, dann geht es meistens besser. Am Ende sollten alle Zutaten zu einer feinen, geschmeidigen Paste verarbeitet sein.

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